Ich bin

nicht gerne Mama

Wenn Mütter bereuen,

Kinder bekommen zu haben

Wiebke wollte schon immer Mutter werden. Mit Anfang 30 bekam sie ihre Tochter. Fünf Jahre später folgte der Sohn. 


Heute würde sie keine Kinder mehr bekommen.

Schätzungen zufolge bedauern in Industrieländern fünf bis 14 Prozent der Eltern ihre Entscheidung für Kinder.

Wiebkes Tochter war

ein schwieriges Baby: viel Geschrei und Körperkontakt, wenig Schlaf.


Die Mutterrolle war anders, als sie es sich vorgestellt hatte.

Hinzu kam das idealisierte Bild vom Mutter- und Familienleben.

Das Gefühl, ständig

für jemanden verantwortlich zu sein, belastet sie.

Wiebke macht ihre Gedanken auf Instagram öffentlich.

Ich bekam Nachrichten, dass ich eine Schande bin und mich schämen soll. Oder dass man mir die Kinder gleich wegnehmen soll.

Experten plädieren für einen offenen Umgang mit dem Thema.

Sich einzugestehen, dass die Mutterschaft für einen nicht die absolute Erfüllung ist, ist ein langer und schmerzhafter Prozess.

Was auch immer die Frau dazu bringt, die Mutterrolle zu bereuen, sie hat ein Recht

auf ihre Gefühle und sollte bestmögliche Unterstützung und wertfreie Hilfe erhalten.

Psychotherapeutin Ines Gstrein

Was es für die Kinder bedeutet, wenn Mütter nicht gern Mama sind: