Kampf gegen

Macho-Kultur am Balkan

Wie man mit

Rollenbildern umgeht

Traditionelle Geschlechterrollen sind am Balkan stark verwurzelt.

Es ist aber falsch, zu glauben, der Balkan sei patriarchal und rückständig.


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In Ländern Ex-Jugoslawiens

gibt es eigentlich eine tief verwurzelte Geschichte

des Feminismus und der Geschlechtergleichstellung.


Dijana Simić, Geschlechterforscherin an der Universität Innsbruck

Im sozialistischen Jugoslawien hatten Frauen viele Rechte, für die westliche Länder länger kämpften. Sie konnten seit den 1950er Jahren abtreiben und hatten früher freien Zugang zum Arbeitsmarkt.

Dijana Simić, Geschlechterforscherin an der Universität Innsbruck

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Mit dem Ende des Sozialismus und nach den Jugoslawien-Kriegen wurden aber Werte wie Nationalismus, Religion und traditionelle Rollenbilder wieder stärker.

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Laut Simić verspricht das Patriarchat genau das: Es schafft Ordnung und definiert die Rollen von Mann und Frau ganz klar.

Lorent ist ein 17-jähriger Schüler aus dem Kosovo. Als kürzlich sein Onkel starb, war er der

einzige Mann der Familie, der weinte.

Er war stolz auf

seine Tränen.

"Männer weinen nicht" ist ein Satz, den er davor immer wieder gehört hatte.

Lorent ist eines von über 2.600 Mitgliedern des "Be a man Clubs" am Westbalkan. Die Initiative gibt es seit 2006 mit einem Fokus auf junge Männer.

Wie diese Jugend-

clubs neue Werte am Balkan vermitteln wollen: