Schaulust:

Fürs Selfie über Leichen gehen

Gaffer erschweren bei Unfällen

die Arbeit der Einsatzkräfte

Fotolia/Stefan Körber

Glasscherben liegen

auf der Fahrbahn, der Kleinwagen ist ein

Wrack. Notfallsanitäter

versorgen den Lenker.



Ein Unbeteiligter kniet

sich vor das Unfallauto

und schießt ein Selfie.

Es sind solche Situationen, die die Arbeit von Blaulichtorganisationen an Unfallstellen immer schwieriger machen.

Unfälle mit dem Smartphone zu fotografieren oder zu filmen und auf Social Media zu veröffentlichen, ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch strafbar.

Marion Seidenberger, ÖAMTC-Verkehrspsychologin

Bis zu 500 Euro beträgt die Geldstrafe für Gaffer.

Seit 2018, als die

Strafe eingeführt wurde,

gab es laut Schätzung

des Innenministeriums

rund 400 Anzeigen.

Die modernen Medien erlauben es Unbeteiligten, sich bei solchen Vorfällen in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Reaktionen in sozialen Netzwerken dienen als Belohnung.

Marion Seidenberger, ÖAMTC-Verkehrspsychologin

Dass Menschen anhalten, um zu schauen,

aber nicht helfen,

ist keine Ausnahme:

Nur 15 Prozent aller

Lenker helfen bei

einem Unfall.

Wie man als Erst-helfer am Unfallort richtig reagiert, lesen Sie hier: