Mütter, die ihre erwachsenen Kinder pflegen
Pflegende Angehörige:
Eine unsichtbare Gruppe
Frau S. aus Wien pflegt seit 27 Jahren ihren mehrfach schwerbehinderten Sohn.
Er hat unter anderem einen schweren Fall von Autismus, Schizophrenie
und eine Blasen- und Darmstörung.
Deshalb braucht er Darmspülungen über einen künstlichen Darmausgang. Auch das macht die Mama.
Frau S. ist Anfang 50.
Sie wird älter, ihre Kinder auch. Und sie leben am Existenzminimum.
Der Lebensmitteleinkauf
löst täglich Sorgen aus.
Die Teuerung hat die Situation drastisch verschärft.
Als ihre Kinder klein waren, hat Frau S. halbtags
gearbeitet. Sie hat
ihren Job geliebt.
Das hat sie so lange gemacht, bis sie nicht mehr konnte.
Sie hatte ein Burn-out.
Oft hat sie sich gedacht: “Wieso ich?
Das ist doch
kein Leben”.
Die Familie lebt von der Sozialhilfe für sie und ihren Sohn, der erweiterten Familienbeihilfe, dem Pflegegeld (Stufe 5)
und dem Angehörigenbonus.
Warum pflegende Angehörige oft in die Armutsfalle rutschen:
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