Missbrauch von Kindern: Eine Überlebende
Eine Frau bricht
die Sprachlosigkeit
GettyImages/PeterDazeley
Als Lea* etwa zwei Jahre alt war, bekamen sie und ihre Schwester einen Stiefvater.
Paul* war Lehrer an einem Gymnasium. Er begann sehr früh, sich in die Körperpflege der beiden Mädchen einzumischen.
Es war für uns ganz normal, dass er uns im Intimbereich gewaschen und uns dadurch berührt hat.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Lea schon längst ihrer Mutter von den Übergriffen erzählt.
Die Mutter habe entgegnet, dass sein Verhalten
normal wäre.
Der Stiefvater schenkte ihnen Reizwäsche und forderte sie auf, ihm diese vorzuführen.
Er fotografierte die Mädchen. Die Fotos verwahrte er in einer Schublade neben seinem Nachttisch auf.
Ich habe Angst vor ihm gehabt. Wir haben ständig damit rechnen müssen, von ihm bestraft zu werden, wenn wir nicht das gemacht haben, was er wollte.
Als Erwachsene zeigten die Schwestern ihre Eltern an.
Die Delikte reichten von Vernachlässigung bis Vergewaltigung. Die Mutter wurde zu acht Jahren verurteilt, der Stiefvater zu zehn Jahren.
Wie Lea nach ihrem Trauma zurück ins Leben gefunden hat:
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