Ein ehemaliger Hooligan erzählt

"Du musst deine Loyalität

beweisen und mitmachen"

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Markus (Name geändert) hat die Videos vom vergangenen Wiener Derby gesehen. Entsetzt ist er davon nicht wirklich.

Er war selbst jahrelang in der Hooligan-Szene aktiv. Dort fand er ein "Gefühl

von Familie".

[...] Du musst deine Loyalität beweisen und mitmachen. Im Gegenzug kommen die anderen, wenn du ein Problem hast.

Als Jugendlicher fühlst du dich dadurch unangreifbar. [...] Plötzlich hatte ich 50 beste Freunde.

Wenn man auf die Anhänger der gegnerischen Klubs traf, war das für Markus ein "Adrenalinkick".

Bei 200 Raufereien war er dabei, schätzt Markus.

Er selbst hat einmal einen gebrochenen Arm gehabt.

Zwei Gruppen laufen aufeinander zu, dann fliegen die Fäuste. [...] Ich hatte da keine Skrupel. Wenn ich jemanden erwischt hätte und der wäre blöd mit dem Kopf auf den Boden gefallen – das wäre mir damals wurscht gewesen.

Bei einer Schlägerei attackiert Markus einen Polizisten. Er wird zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt.

Bei der Bewährungshilfe fängt er an, über sich nachzudenken:

"Du kannst weitermachen – oder etwas ändern."

Der Ausstieg war kein Problem für ihn. “Lebensumstände ändern sich”, sagt Markus heute.

Beim Fußball hat er den Verein gewechselt – er ist jetzt Fan von Manchester United.

Gibt es eine Lösung, um Ausschreitungen wie beim Wiener Derby zu verhindern?


"Lebenslanges Stadionverbot ist das Schlimmste", sagt Markus.

Welche Regeln es in der Hooligan-Szene gab und Markus' ganze Geschichte: