Fast 600

Hitze-Tote

bei Hadsch

Wie die muslimische Pilger-

fahrt zur Tragödie wurde

Durch die extreme Hitze in Saudi-Arabien starben bei der Pilgerfahrt in Mekka bisher mehr als 570 Menschen.

In der Großen Moschee wurden am Montag-abend 51,8 Grad Celsius gemessen.

Anweisungen wie etwa

sich bei praller Sonne nicht ohne Sonnenschirm zu bewegen, würden laut

ihm missachtet werden.

Ein Wiener Imam begleitet seit mehr als zehn Jahren Pilger aus Österreich nach Mekka.

Die Verantwortung für diese Tragödie liegt nicht ausschließlich bei der saudischen Regierung oder beim saudischen Hadsch-Ministerium. Viele Pilger halten sich nicht an die Vorgaben.

Wiener Hadsch-Guide und Imam,

der anonym bleiben möchte

Dieses Jahr sind etwa zwei Millionen Musliminnen und Muslime aus rund 180 Ländern in Saudi-Arabien.

Die rund 700 österreichischen Pilger seien laut dem Guide wohlauf.

Die Pilgerfahrt ist für alle gläubigen Muslime einmal im Leben verpflichtend. Doch immer wieder kommt es zu Todesfällen:

1990 starben 1.426 Menschen in einem Tunnel, 2015 forderte eine Massen-panik 717 Todesopfer.

Es braucht mehr Aufklärung. Die Behörden und die Hadsch-Reiseleiter müssen den Leuten immer wieder klarmachen, dass extreme Verhältnisse herrschen und dass sich die Pilger schützen müssen.

Wiener Hadsch-Guide und Imam,

der anonym bleiben möchte

Wieso nicht jeder Moslem die Hadsch-Reise antreten darf: