Schon vor 5000 Jahren gab es Trisomie 21

Kinder mit Down-Syndrom

in der Bronze- und Eisenzeit

Schon vor rund 5.000 Jahren lebten Kinder mit Down-Syndrom.

Das zeigen Analysen alter DNA aus einer weltweiten Proben-sammlung von fast 10.000 prähistorischen und historischen Menschen.

Forschende suchten in den Genomdaten gezielt nach Down-Syndrom und fanden sechs Kinder. Fünf von ihnen wurden vor mehr als 2.000 Jahren bestattet und keines der Kinder wurde älter als ein Jahr.

Alle sechs waren noch Kinder, als sie starben – das älteste Kind wurde nur etwa ein Jahr alt. Die fünf Gräber befanden sich innerhalb von Siedlungen und hatten teils besondere Grabbeigaben wie bunte Perlenketten, Bronzeringe oder Muscheln bei sich.

Wir wissen, dass sie zu den wenigen Kindern gehörten, denen das Privileg zuteil wurde, innerhalb ihrer Siedlungen bestattet zu werden – ein Hinweis darauf, dass sie als ganz besondere Babys betrachtet wurden.

Archäologe Roberto Risch von der Universitat Autonoma de Barcelona

In welchen Ländern die Grabstätten gefunden wurden: