Als es noch keine

Sommerferien gab

Und was das ganze mit

Kinderarbeit zu tun hat

Drei Wochen

lang durften

die Kinder im

18. Jahrhundert

im Sommer dem

Unterricht fernbleiben.

In der Erntezeit

kamen ohnehin

wenig Kinder zur Schule, die Lehrer standen vor leeren Klassen.

Oder die Kinder waren völlig ausgelaugt, weil sie nebenbei noch am Feld arbeiten mussten.

In Deutschland hießen diese "Arbeitsurlaube" Kartoffelferien, Heuferien und Getreideferien, je nachdem,

was gerade reif war.


In Österreich nannte man diese Tage erntefrei oder Ernteferien.




Kinder mussten ab sechs Jahren – also

mit Beginn der Schulpflicht - auch in der Landwirtschaft mitarbeiten.

Das entsprach dem Zeitgeist.

Kinder sollten nie unbeschäftigt sein.


Die Idee dahinter:

"Arbeit schafft Moral."

Ab 1786 durften Kinder gesetzlich auch in Fabriken arbeiten, was die Lage für Buben und Mädchen noch schlimmer machte.

Bis zu 16 Stunden rackerten die Kleinen –

etwa in großen Baumwoll-spinnereien des Industrieviertels. Unterricht gab es – wenn überhaupt –

am Abend.

Bis in die 1880er-Jahre herrschte die Ansicht, dass die Industrie stark leiden würde, dürften Kinder nicht arbeiten. Daher wurden trotz Unterrichtspflicht immer beide Augen zugedrückt.

Sommerferien, wie wir sie heute kennen, wurden erst 1875 eingeführt.



Und wurden unterlaufen, bis die Kinderarbeit verboten wurde.

Das war aber mehr

der Erkenntnis geschuldet, dass die schwere Arbeit die körperliche Entwicklung der Jungen so stark beeinträchtigte,

dass sie für den Militärdienst nicht mehr tauglich waren.

Eine genaue historische Übersicht zu dem Thema gibt es hier: